Arbeitsgruppen

Leitung: Martina Knörzer, TU-Dresden


Kurzvorstellung der Arbeitsgruppe

In Deutschland fehlen derzeit noch die erforderlichen Rahmenbedingungen, die ein Hochschulstudium von ErzieherInnen in der Breite ermöglichen würden. Allerdings setzt die Bildungspolitik derzeit neue Schwerpunkte: Dazu gehört, dass an einzelnen Hochschulstandorten Studiengänge für Elementarpädagogik in inhaltlicher Vernetzung mit Lehrerstudiengängen eingerichtet werden. Für die Fachdidaktiken, darunter auch für die Didaktik des Sachunterrichts, erwächst daraus die Aufgabe, ihren Gegenstand auf Bildungsprozesse der frühen Kindheit auszudehnen. Diese Aufgabe ist neu und hat sich in dieser Form bisher nicht gestellt. Sie impliziert, dass künftig Studienangebote auch für den Elementarbereich realisiert werden müssen und dass gemeinsame Studienelemente für ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen zu entwickeln sind. Vor allem wird es darum gehen, Forschung, Entwicklung und Theorienbildung in der Didaktik des Sachunterrichts auch auf vorschulische Erziehungs- und Bildungsfelder und damit übergreifend auf die Lebensphase Kindheit insgesamt auszudehnen. Damit sind nicht zuletzt auch systematische und wissenschaftstheoretische Fragen aufgeworfen, die die leitenden Grundbegriffe und das Erkenntnisinteresse dieser Disziplin betreffen.
Die 2006 gegründete Arbeitsgruppe hat sich zur Aufgabe gestellt, weiterführende Problemlösungen zu den dargestellten Fragen zu erarbeiten. Dazu gehört auch, dass gemeinsame Forschung realisiert werden soll. Zu diesem Zweck werden Arbeitssitzungen und Tagungen durchgeführt.

Aktivitäten der AG Frühe Bildung 2009

Arbeitsgruppensitzung in Berlin
Am 12. März 2009 fand während der Jahrestagung der GDSU in Berlin eine Arbeitsgruppensitzung statt. Die Mitglieder der AG tauschten sich über neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Frühen Bildung aus und berieten die Aktivitäten der AG. 

Arbeit am Forschungsband
Die Arbeiten am Forschungsband „Sachunterricht und frühe Bildung“ stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Der Band wird 18 Beiträge enthalten, die theoretische Standortbestimmungen vornehmen, inländische und ausländische Forschungen referieren sowie Bezüge zu angrenzenden Bildungsperspektiven sichtbar machen. Die Publikation soll vor der nächsten GDSU-Jahrestagung erfolgen.
 
Frühe Bildung und Perspektivrahmen Sachunterricht
Die AG befasst sich mit der Frage, ob der erweiterte Blick, den die Didaktik des Sachunterrichts durch die Einbeziehung der frühkindlichen Bildung gewinnt, Konsequenzen für den Perspektivrahmen Sachunterricht hat. Ziel ist die Erarbeitung einer Stellungnahme, die die aktuelle Diskussion um eine Neufassung des Perspektivrahmens in unserer Gesellschaft befruchten soll. Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppensitzung am 29. und 30. Oktober in Ludwigsburg vorbereitet, die aber wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt werden musste. Stattdessen wird die Fragestellung nun auf einem Forum in Oldenburg behandelt. In diesem Zusammenhang wird eine Vorlage erarbeitet, zu der die Mitglieder im Vorfeld Ideen beisteuern können.

Leitung: Detlef Pech, HU Berlin | Claudia Schomaker, Universität Hannover | Toni Simon, Universität Halle-Wittenberg


Entstehungshintergrund und Ziele der AG

Die Arbeitsgruppe „Inklusion/inklusiver Sachunterricht“ wurde im Rahmen der 22. Jahrestagung der GDSU, die vom 27. Februar bis 01. März 2014 an der Universität Hamburg stattfand, gegründet. Ziel der Arbeitsgruppe soll es sein, eine systematische und gebündelte Auseinandersetzung mit der Entwicklungsaufgabe sachunterrichtlicher Forschung für einen individualisierten, heterogenitätssensiblen und diskriminierungsfreien Unterricht an einer inklusiven Schule, anzuregen. Die Arbeitsgruppe versteht diese Entwicklungsaufgabe als ein bedeutsames Desiderat und eine wichtige Grundlage für den Sachunterricht und seine Didaktik auf dem Weg zur Inklusion. Dazu sollen bisherige sachunterrichtlich-inklusionspädagogische Diskussionen und Forschungen aufgegriffen und weiter vorangetrieben werden.

Weitere Ziele der AG sind:

  • Das Arbeiten an einem einheitlichen Inklusionsverständnis,
  • die Klärung des Verständnisses des eigenen Faches/der eigenen Disziplin im Lichte inklusiver Pädagogik und Didaktik,
  • der Transfer von Theorien und empirischen Befunden anderer (pädagogischer) Disziplinen in den Sachunterricht,
  • das Unterstützen sachunterrichtlich-inklusionspädagogischer Forschungen,
  • das Entwickeln einer fundierten inklusiven Sachunterrichtsdidaktik,
  • das Ausloten geeigneter facheigener Ansätze und Vorzüge für Inklusive Pädagogik und Didaktik sowie
  • die Entwicklung entsprechender sachunterrichtlicher Arbeitsmaterialien und Lehrwerke.

Bisherige und kommende Aktivitäten der AG „Inklusion/inklusiver Sachunterricht“:

  • die AG berichtet regelmäßig auf den Jahrestagungen der GDSU über ihre bisherigen Aktivitäten und Ergebnisse
  • am 16. und 17. Januar 2015 fand die erste Arbeitstagung der AG „Sachunterricht und der Anspruch der Inklusion“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt;
  • am 11. und 12. September 2015 fand die zweite Arbeitstagung der AG „Sachunterrichtsdidaktik und Inklusion – Aufgaben, Herausforderungen, Perspektiven“ an der Humboldt-Universität zu Berlin statt.
  • 2018 ist die Dokumentation der zweiten AG-Tagung beim Schneider Verlag Hohengehren erscheinen https://paedagogik.de/sachunterricht/product/sachunterrichtsdidaktik-ink... Diese Publikation ist jetzt auch über open access zugänglich: https://www.pedocs.de/frontdoor.php?source_opus=21179
  • im Oktober 2017 richtete sich die AG mit einem Call for Papers für den 10. Forschungsband der GDSU zum Thema „Sachunterrichtsdidaktische Forschung zu Inklusion“ an alle Mitglieder der GDSU
  • im März 2019 erschien der Band „Inklusion im Sachunterricht. Perspektiven der Forschung“ beim Klinkhardt Verlag (https://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/2293.html).
  • am 18. und 19. September 2019 fand an der Leibniz Universität Hannover die dritte Tagung der AG zum Thema „Auf die Lehrkraft kommt es an? – Professionalisierung von Lehrkräften für inklusiven Sachunterricht“ statt
  • die Ergebnisse der dritten AG Tagung werden als 13. Beiheft von www.widerstreit-sachunterricht.de veröffentlicht  

Als zu bearbeitenden Fragen wurden im Rahmen der ersten Tagung folgende identifiziert und der weiteren Arbeit zugrunde gelegt:

  • Wie lässt sich Sachunterricht innerhalb verschiedener Inklusionsansätze denken?
  • Welche Bestände des Sachunterrichts und seiner Didaktik ‚passen‘ zu den verschiedenen Inklusionsverständnissen?
  • Welche Konsequenzen haben verschiedene Inklusionsverständnisse im Kontext sachunterrichtsdidaktischer Forschung?
  • Lassen sich Auswirkungen oder Notwendigkeiten einer Veränderung im/für ein sachunterrichtliches Professionsverständnis beschreiben, wenn Sachunterricht inklusiv gedacht wird?
  • Welche Desiderate lassen sich in der Sachunterrichtsdidaktik beschreiben, die der Entwicklung inklusiven Sachunterrichts hinderlich sind (z.B. im Bereich der Diagnostik, …)?
  • (Wie) lassen sich sachunterrichtliche Kompetenzmodelle und Kompetenzbeschreibungen mit Blick auf inklusiven Unterricht entwickeln/modifizieren?
  • Welche Implikationen hat Inklusion im Kontext des Sachunterrichts auf hochschuldidaktischer Ebene?

Bei ihren bisherigen Aktivitäten wurde die AG außer von der GDSU zusätzlich vom Graduiertenkolleg "Inklusion, Bildung, Schule" der Humboldt-Universität zu Berlin unterstützt.

Leitung: Markus Peschel, Universität des Saarlandes


Sachunterricht und Digitalisierung – Positionspapier der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU)
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GDSU (2021): Positionspapier Sachunterricht und Digitalisierung. Erarbeitet von der AG Medien & Digitalisierung der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts – GDSU (Markus Peschel, Friedrich Gervé, Inga Gryl, Thomas Irion, Daniela Schmeinck, Philipp Straube). Online-Publikation, https://www.gdsu.de, [22.04.2021].


Kurzvorstellung

AG „Medien & Digitalisierung“ ist seit der Tagung in Lüneburg 2019 der Name der ehemaligen AG „Neue Medien (ICT) im Sachunterricht“, die 2009 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts in Berlin gegründet wurde. Sie wurde 2019 auf der GDSU-Jahrestagung umbenannt, da Aspekte wie „Digitalisierung“, „Digitalität“ oder „computational thinking“ 2009 noch nicht so deutlich sichtbar waren; diese Modernisierung der Bezüge und Sachverhalte sollten sich auch im Namen der AG widerspiegeln. Die AG hat ihr Selbstverständnis und Eckpunkte der Arbeit in der konstituierenden Sitzung am 09.10.2009 in Essen definiert – diese sind weiter aktuell und werden tlw. ergänzt:

  • „Digitale Medien“ vor allem als „Neue didaktische Arrangements mit den neuen Möglichkeiten digitaler Medien“ zu verstehen.
  • Verknüpfung von universitären Entwicklungs- und Forschungsprojekten mit Praxisarbeit an den Grundschulen.
  • Innovative Medien, Hard- und Software bewerten und den sachunterrichtlichen Nutzen identifizieren.
  • Neue Produkte (über klassische Lernsoftware hinaus) entwickeln und evaluieren.
  • Forschungsvorhaben bündeln und Kooperationen anregen.
  • Sich mit Aspekten der Digitalisierung und der Digitalität aus sachunterrichtsdidaktischer Sicht auseinandersetzen.

Kreismodell der AG »Medien & Digitalisierung«
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Die Grafik basiert auf dem Perspektivrahmen Sachunterricht der GDSU
Entwurf: Christian Borowski

Peschel, M. (Hrsg.). (2016). Mediales Lernen – Beispiele für eine inklusive Mediendidaktik. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren.


Aktivitäten der AG

Die AG ist aktuell über eine (geschlossene) Facebook-Gruppe (AG Neue Medien (ICT) im Sachunterricht) sowie über eine AG-Homepage (www.Medien.GDSU.org) organisiert, wo i.W. über Termine und Aktivitäten informiert wird. Ein Verteiler der Mitglieder wird über diese Plattform realisiert. Anfragen/Anmeldungen bitte an markus.peschel@uni-saarland.de oder über diese HP.

2019/20

Auf der Jahrestagung der GDSU in Augsburg wurde das Papier „Sachunterricht und Digitalisierung“ samt einer Kurzversion auf der MV diskutiert und ein weiteres Vorgehen an den Vorstand delegiert. Das Treffen der AG auf der Tagung diente u.a. der Nachbearbeitung der Arbeit am Positionspapier sowie der Information zu den Organisationen der Jahrestagungen der AG im Herbst. Das Treffen fand zu einem Teil mit der AG Technik gemeinsam statt, in dem Überscheidungspunkte und Kongruenzen identifiziert und für die weitere Arbeit abgestimmt wurden. Ein stärkerer Informationsaustausch und gegenseitige Einladungen zu den AG-Treffen wurden vereinbart. Die Herbsttagung 2020 wurde (mittlerweile aufgrund der Corona-Pandemie) als Arbeitstreffen in kleinerem Kreis für den 01./02.10.2020 in Köln (AG Schmeinck) organisiert (Einladung folgt).

Die 12. Jahrestagung der AG fand am 08./09.11.2019 an der Freien Universität in Berlin bei der AG von Prof. Dr. Hilde Köster statt. Schwerpunktmäßig organsiert wurde sie von Prof. Dr. Philipp Straube. Thematische Schwerpunkte waren informatische Bildung – u.a. Auseinandersetzung mit Initiativen der GI (Vortrag von Prof. Dr. Nadine Bergner, TU-Dresden) – sowie die Positionierung der AG zu den aktuellen Entwicklungen. Weitere Inhalte des Treffens waren Online-Lehre, digitale Medien in Lernwerkstätten sowie Augmented Reality/Virtual Reality. Das Arbeitspapier „Sachunterricht und Digitalisierung“ wurde finalisiert verabschiedet, um dieses in Augsburg 2020 auf der MV zu präsentieren.

2018/2019

Das 11. Jahrestreffen der AG fand am 09./10.11.2018 in Saarbrücken bei Prof. Dr. M. Peschel statt. Thematische Schwerpunkte waren informatische Bildung (die Auseinandersetzung mit Initiativen der Informatik (Coding in der Grundschule) sowie die Positionierung zu Aktivitäten der GI, dies wird in 2019 weiter aufgegriffen), digitale Medien in Lernwerkstätten sowie Augmented Reality/Virtual Reality. Ferner wurden zentrale Punkte des Arbeitspapiers „Digitalisierung im Sachunterricht“ diskutiert.

Auf der Jahrestagung der GDSU im März in Lüneburg wurde über Aktivitäten der AG informiert und die Ausrichtung der Herbsttagungen (2019/2020/2021) diskutiert. Es kamen einige neue Interessierte zur AG dazu und werden zukünftig in die Arbeit der AG eingebunden. Weiterhin entstand aus den Aktivitäten der AG ein Symposium auf der GDSU-Tagung, das sich mit Fragen der Digitalisierung im Sachunterricht auseinandersetzte. Die Diskussionen und Anregungen aus diesen beiden Foren nahm eine Vorbereitungsgruppe (Prof. Dr. P. Straube) für die Herbsttagung auf – das CfP wurde über den Verteiler der GDSU versendet.

Publikationen aus AG-Aktivitäten/ mit Beteiligung von AG Mitgliedern

  • Bach, S. (2018): Subjektiver Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schülern beim unterrichtlichen Einsatz von kidi-Maps. Eine Studie zum Einsatz digitaler Karten am Beispiel von kidi-Maps im Vergleich zu analogen Karten bei Schülerinnen und Schülern einer vierten Jahrgangsstufe im geographisch-orientierten Sachunterricht
  • Straube, P., Brämer, M., Köster, H. & Romeike, R.: Eine digitale Perspektive für den Sachunterricht. Fachdidaktische Überlegungen und Implikationen. In: www.widerstreit- sachunterricht.de, Nr. 24, Oktober 2018 
  • Irion, T. & Peschel, M. (Mod./Hrsg.) (2018): Grundschule aktuell 142. Grundschulverband: Frankfurt am Main.
  • Peschel, M., & Irion, T.: (Hrsg.) (2016): Neue Medien in der Grundschule 2.0 - Grundlagen - Konzepte - Perspektiven. Grundschulverband: Frankfurt am Main.
  • Peschel, Markus (Hrsg.) (2016): Mediales Lernen – Beispiele für eine inklusive Mediendidaktik. Schneider-Verlag Hohengehren: Baltmannsweiler.
  • GDSU (2013): Perspektivrahmen Sachunterricht: Perspektivenvernetzender Themenbereich Medien. Klinkhardt: Bad Heilbrunn.
  • Peschel, Markus (Hrsg.) (2010): Neue Medien im Sachunterricht. Schneider-Verlag Hohengehren: Baltmannsweiler.

Rückblick (Jahrestagungen, Arbeitstreffen, Fachlicher Austausch)

2018: Als Vertreter der GDSU wurde seitens der AG von Thomas Irion, Inga Gryl und Markus Peschel an dem GFD-Papier: Fachliche Bildung in der digitalen Welt (2018) mitgewirkt. Aus diesen Aktivitäten entwickelte sich das Positionspapier „Sachunterricht und Digitalisierung“, das aktuell zur Vernehmlassung den Mitgliedern übersandt wurde und dem Vorstand nach Überarbeitung vorgelegt wird. 

Das 11. Jahrestreffen der AG fand am 09./10.11.2018 in Saarbrücken bei Prof. Dr. M. Peschel statt. Inhalte waren die Auseinandersetzung mit Initiativen der Informatik (Coding in der Grundschule) sowie die Positionierung zu Aktivitäten der GI, dies wird in 2019 weiter aufgegriffen. Auf der Jahrestagung der GDSU im März in Dresden wurde über Aktivitäten der AG informiert und die Ausrichtung der Herbsttagung diskutiert.

2017: Das 10. Jahrestreffen der AG fand am 20./21.10.2017 in Berlin bei Prof. Dr. D. Pech statt. Inhalte waren ein Review bisheriger Themenbereiche sowie ein Einblick in die Lehrplangestaltung Medien in BuB. Ferner fand eine Diskussion über eine Positionierung der GDSU in Bezug auf die neuen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung statt. Auf der Jahrestagung der GDSU im März in Weingarten wurde über Aktivitäten der AG informiert und die Herbsttagung diskutiert. Einige neue Interessierte werden seitdem in die Aktivitäten der AG eingebunden.

2016: Die 9. Jahrestagung der AG fand am 16./17. September 2016 in Essen bei Prof. Dr. I. Gryl statt. Inhalte waren ein Austausch mit der Praxis des IT-Einsatzes in der Grundschule (externes Video-Referat von S. Maurer), Auseinandersetzung mit dem Perspektivenvernetzenden Themenbereich „Medien“ im Perspektivrahmen der GDSU, Diskussion des von der AG entwickelten Kreismodell des PR, Konzeption von Forschungskooperationen und -themen, Antrag an die GDSU zur Förderung einer Beratung zur DFG-Antragstellung. Auf dem AG-Treffen auf der GDSU-Tagung im März in Erfurt: Begrüßung weiterer Interessenten, Verabredungen über Ziele und Inhalte der Herbsttagung.

2015: Die 8. Fachtagung wurde am 06./07.11.2015 bei Prof. Dr. D. Schmeinck an der Universität zu Köln zum Thema „Was geht? Neue Medien im Sachunterricht“ durchgeführt. Auf dem AG-Treffen auf der GDSU-Tagung in Dortmund wurde der Ausrichtungsort 2015 benannt und neue Mitglieder konnten begrüßt werden.

2014: Die 7. Jahrestagung fand unter dem Titel „Wischende Finger im Sachunterricht - Lernen mit Tablets in der Grundschule“ am Freitag, 10.10.2014 und Samstag, 11.10.2014 an der Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd bei Prof. Dr. Thomas Irion statt. In Hamburg trafen sich auf der Jahrestagung der GDSU im März einige Mitglieder der AG zum „Abendliches Zwischentreffen“. Auf dem AG-Treffen während der Tagung wurden die weitere Ausrichtung der AG und die Herbsttagung 2014 diskutiert. 

2013: Unter dem Titel „Medien als ‚Sache’ des Sachunterrichts“ fand am Freitag, 13.09. und Samstag, 14.09.2013 an der Pädagogische Hochschule Heidelberg die 6. Jahrestagung statt. Prof. Dr. Friedrich Gervé, hatte alle AG-Mitglieder eingeladen und ein vielfältiges Programm zu medienpädagogischen, technischen (Strahlung, WLAN) und didaktischen Fragen (IWB-Einsatz) zusammengestellt. Auf der Jahrestagung der GDSU in Solothurn vom 07.-09.03.2013 gab es wiederum ein „Zwischentreffen“ und eine Vorstellung der AG im Rahmen der Tagung. Die AG informierte über ihre Arbeit und gab einen Ausblick auf die Jahrestagung im Herbst 2013. 

2012: Das 5. Jahrestreffen der AG zum Thema „Neue Medien (ICT) im neuen Perspektivrahmen Sachunterricht“ fand am 05./06.10.2012 in Oldenburg, veranstaltet von Christian Borowski und Prof. Dr. Ira Diethelm, statt. Auf diesem Arbeitstreffen wurde der Bereich Medien im neuen Perspektivrahmen der GDSU intensiv diskutiert. Auf der Jahrestagung der GDSU im März in Berlin gab es – wie im Vorjahr – ein „Abendliches Zwischentreffen“, an dem die weitere Ausrichtung der AG und die Herbsttagung diskutiert wurde. Auf dem Forum innerhalb der Tagung wurden u.a. Gespräche zur multimedialen Entwicklung des Schulbuchmarktes mit neuen Interessenten geführt.

2011: Vom 30.09.-01.10.2011 fand unter dem Titel „Multi & Touch“ die 4. Jahrestagung der AG in Liestal (Schweiz) statt. Hier wurden von externen Experten – Christian Dohrmann, PH Karlsruhe, und Stefan Dinter, Nürnberg, neue Möglichkeiten für didaktische Anwendungen durch Touch und Multitouch-Oberflächen in den Mittelpunkt gerückt. Die Entwicklung verschiedener Projekte, die mit Multitouchgeräten (z.B. iPad) arbeiten (MyMoments, My-Pad), wurden vorgestellt. Ein „Abendliches Zwischentreffen“ auf der GDSU-Tagung im März 2011 in Bamberg sowie die Vorstellung der Arbeit der AG im Tagungsprogramm der Jahrestagung der GDSU ergänzten die Tagungen der AG. Es konnten neue interessierte Mitglieder gewonnen werden, die zu einem Teil auf dem Jahrestreffen im Sept/Okt. begrüßt werden konnten.

2010: Die 3. Jahrestagung fand am 15./16.10.2010 in Zürich und Solothurn (Schweiz) statt und war als Workshop definiert. Es wurden neue Möglichkeiten der Einbindung von Neuen Medien im Unterricht (Geo-Caching, Microsoft-Surface, mLearning, Smartboard, Lernstick etc.) vorgestellt und diskutiert. Das Einführungsreferat hielt Prof. Dr. Dominik Petko, PH-Zentralschweiz, zur App- und GPS-unterstützten Informationsgenerierung im Web 2.0.

2010: Das 2. Arbeitstreffen war am 12./13.02.2010 an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Liestal/Basel (Schweiz). Hier standen – ausgehend von dem einleitenden Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Gervé, PH Heidelberg – Forschungsmethoden und mögliche Zugänge zum Feld im Mittelpunkt der Diskussionen.

2009: Die 1. und konstituierende Sitzung fand an der Universität-Duisburg-Essen in Form einer Tagung mit Einzelvorträgen statt. Es wurden aktuelle Projekte und Forschungen vorgestellt sowie eine Diskussion über Namen, Inhalte und programmatische Ausrichtung der AG geführt. Das Impulsreferat hielt Dr. H. Mitzlaff zu den Entwicklungslinien in der grundschulorientierten Medienpädagogik der letzten Jahre. Die AG hat sich „Neue Medien (ICT) im Sachunterricht“ benannt.

Leitung: Andreas Hartinger, Universität Augsburg


Ziele

  • Förderung der forschungsmethodischen Diskussion in der sachunterrichtsdidaktischen Forschung
  • Unterstützung von Kolleg(inn)en, die sachunterrichtsspezifische oder die Sachunterrichtsdidaktik betreffende Themen empirisch, historisch oder vergleichend forschend bearbeiten
  • Beratung von Kolleg(inn)en in Qualifizierungsprozessen (z.B. Promotion, Habilitation) durch regelmäßige Kolloquien

Mitglieder

  • Prof. Dr. Andreas Hartinger, Augsburg
  • Prof. Dr. Eva Gläser, Osnabrück
  • Prof. Dr. Detlef Pech, Berlin
  • Prof. Dr. Walter Köhnlein, Hildesheim
  • Prof. Dr. Kornelia Möller, Münster
  • Prof. Dr. Kay Spreckelsen, Kassel
  • Prof. Dr. Frauke Grittner, Kassel

Aktivitäten

Die Kommission macht jährlich im Rahmen der GDSU-Jahrestagung folgende zwei Angebote, die von allen Tagungsgästen besucht werden können:
ein Kolloquium, bei dem Kolleg(inn)en in Qualifizierungsprozessen ihre Arbeiten zur Diskussion stellen können
ein forschungsmethodischer Vortrag mit anschließender Diskussion

Im Jahr 2013 wurde das Kolloquium auf der Jahrestagung von vier Doktorandinnen genutzt, die Arbeiten zu folgenden Themen zur Diskussion stellten:

Schmidt, Maike:

„Zusammenhang  von Ausbildung und Professionswissen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht“.

Julia Stipp:

„Phänomene an der schiefen Ebene erleben und untersuchen: Förderung naturwissen­schaftlicher Denk- und Arbeitsweisen im Übergang von Kindergarten zur Grundschule“

Britta Naber:

„Einseitige Hebel als Lerngegenstand im Übergang von Kindergarten zur Grundschule“

Pawelzik, Janina:

„Zur Wirksamkeit eines Projektes zur Integration von Theorie und Praxis (ITPP) in Bezug auf die Kompetenzentwicklung von Sachunterrichtsstudierenden“

Zudem fand vom 30. November bis zum 01. Dezember 2012 zum vierten Mal die Doktorand_innen-Arbeitstagung (DAT) der GDSU an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Diese Tagung wird von der Abteilung Grundschulpädagogik, Lernbereich Sachunterricht an der HU Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Detlef Pech in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Eva Gläser, Universität Osnabrück und Prof. Dr. Frauke Grittner als Mitglied der Arbeitsgruppe organisiert.

Leitung: Sarah Rau-Patschke, Universität Duisburg-Essen | Sandra Tänzer, Universität Erfurt


Kommission Phasenübergreifende Lehrer*innenbildung – Konzeptpapier (Juli 2021, GDSU e.V.)
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Die Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, die im Konzeptpapier der Kommission „Phasenübergreifende Lehrerbildung“ skizzierten Ansätze und Maßnahmen systematisch und langfristig in die Arbeit der Gesellschaft der Didaktik des Sachunterrichts zu implementieren. Denn nach Auflösung der (in ihrer Tätigkeit zeitlich begrenzten) Kommission bedarf es nun einer Instanz, die langfristig die Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Phasen der Lehrer*innenbildung stärkt und einen kontinuierlichen Wissensaustausch unterstützt. Im Konzeptpapier sind als Schwerpunktfelder der Arbeitsgruppe u.a. umrissen,

  • dass sie die örtliche Tagungsleitung bei der Planung und Durchführung der Jahrestagung unterstützt, beispielsweise eine Art Checkliste erarbeitet, wie die Kooperation und Zusammenarbeit der lehrer*innenbildenden Akteur*innen gefördert werden kann, die Organisation praxisnaher Poster-/Vortragsslots übernimmt; die Bewerbung des Praxispreises unterstützt, das Open-Space-Format organisiert und durchführt/leitet/nachbereitet,
  • die als Good-Practice-Beispiele entstehenden gelungenen Formate phasenvernetzender Zusammenarbeit sammelt und auf der Homepage veröffentlicht,
  • den Vorstand wie auch weitere GDSU-Gremien (Arbeitsgruppen, Kommissionen) in Fragen phasenvernetzender Zusammenarbeit (ggf. auch durch ein kooptiertes Mitglied) berät,
  • in einer Art Monitoring-Funktion die im Konzept skizzierten Maßnahmen einer kritischen Durchsicht unterzieht, sie weiterentwickelt und zielbezogen ergänzt.

 Weitere Zielsetzungen und Vorhaben sollen dann mit den AG-Mitgliedern in gemeinsamer Verantwortung festgelegt werden. 

Leitung: Kerstin Michalik, Universität Hamburg


Entstehungshintergrund und Ziele der AG

Die Arbeitsgruppe „Philosophieren mit Kinder im Sachunterricht“ wurde im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts e.V. (GDSU), die 2016 an der TU Dortmund stattfand, neu gegründet.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, das Philosophieren mit Kindern als ein Unterrichtsprinzip im Sachunterricht in Theorie und Praxis, Forschung und Lehre weiterzuentwickeln.

Inhaltliche Schwerpunkte

Auf der GDSU-Tagung in Weinheim im März 2017 fand ein erstes Arbeitstreffen der AG „Philosophieren mit Kindern im Sachunterricht“ statt. Gegenstand der Sitzung war der Austausch der Mitglieder der AG über Konzepte und Positionen zum Philosophieren mit Kindern im Sachunterricht. Auf der Grundlage der Diskussion der verschiedenen Ansätze wurden folgende mögliche gemeinsame Arbeitsfelder identifiziert:

  • Philosophische Gespräche im Sachunterricht (Philosophieren als Unterrichtsprinzip)
  • Formen und Merkmale des philosophischen Gesprächs
  • Philosophieren mit Kindern in der Lehrer/innenbildung – Hochschuldidaktische Ansätze
  • (Empirische) Forschung zum Philosophieren mit Kindern

Leitfragen für die Arbeit

  • Wie lassen sich philosophische Gespräche in die Curricula für den Sachunterricht integrieren?
  • Ist die philosophische Dimension eine Dimension bzw. eine Perspektive des vielperspektivischen Sachunterrichts oder geht es beim Philosophieren mit Kindern vorrangig um die Förderung von perspektivübergreifenden Arbeits- Denk- und Handlungsweisen? Welche Inhalte des Philosophierens können als perspektivvernetzend bestimmt werden?
  • Wie können/müssen Lehrkräfte für das Philosophieren mit Kindern im Sachunterricht ausgebildet werden?
  • Welche Forschungsfragen sind für die Weiterentwicklung des Philosophierens mit Kindern sinnvoll und fruchtbar?

Publikationen

Philosophieren im Sachunterricht – Potentiale und Perspektiven für Forschung, Lehre und Unterricht

Herausgeber*innen: Susanna May-Krämer, Kerstin Michalik und Andreas Nießeler

Der Band verfolgt das Ziel, Potentiale des Philosophierens für den Sachunterricht aufzuzeigen, nicht nur für verschiedene Inhaltsbereiche/ Perspektiven, sondern auch für Perspektiven übergreifende oder Perspektiven vernetzende Lernarrangements sowie und für wichtige übergreifende Aufgabenfelder wie z.B.  Sprach- und Begriffsbildung im Sachunterricht. Ein weiterer Fokus liegt auf der Vorstellung und Diskussion von Ausbildungskonzepten für das Philosophieren mit Kindern im Sachunterricht. Die Beiträge sind im Kontext der Arbeit in der AG Philosophieren mit Kindern im Sachunterricht entstanden.

Erscheinungsdatum: Frühjahr 2022

Aktuelles

Symposium im Rahmen der Jahrestagung der GDSU in Paderborn 2021

Philosophieren mit Kindern – Konzepte und Ansätze in der Grundschullehrer*innenaus- und weiterbildung 

Freitag, den 5. März von 13  -  16.15 Uhr via ZOOM

Das Philosophieren mit Kindern ist zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil des Sachunterrichts geworden. Das Symposium stellt verschiedene Konzepte für die Aus- und Weiterbildung vor und dient der Diskussion von Chancen und Herausforderungen des Philosophierens als Unterrichtsprinzip im Sachunterricht für die Lehrer*innenbildung. 

13-13.30  
Bettina Blanck, Anja Vocilka, Victoria Rieber

Begriffe sind das Papiergeld des Denkens – Begriffsarbeit als konstitutives Element des Sachunterrichts in Hochschule und  Grundschule

 13.30-14.00 
Anja Seifert  

Kinderfragen als Ausgangspunkt philosophischer Kreisgespräche: Lehr-Lernformate im Kontext schulpraktischer Studien

14.15 - 14.45
Barbara Jacober, Beatrice Kümin & Christian Mathis (PH Zürich)

Chancen und Herausforderungen eines Ethik-Lehrmittels in der Aus- und Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule für das Philosophieren mit Kindern in der Schule

14.45 - 15.15

Alexandria Krug

Im Schulgarten philosophieren – Wie sich Grundschullehramtsstudierende das Philosophieren mit Kindern im Sachunterricht erschließen

15.30 - 16.00
Kerstin Michalik

Voraussetzungen für das Philosophieren mit Kindern in der Lehrer*innenausbildung für den Sachunterricht – Wie können Studierende einen „philosophischen Blick“ entwickeln und welche Folgen hat dies für das pädagogische Selbstverständnis?

 Abschluss 16.00  - 16.15 Uhr

Leitung: Andrea Becher, Universität Paderborn | Eva Gläser, Universität Osnabrück


Die Zielsetzung der AG „Politische Bildung und demokratisches Lernen im Kontext der Fachdidaktik Sachunterricht“ ist es, unterschiedliche theoretische Diskurstränge, konzeptionelle Ansätze, empirische Bestände und unterrichtliche Umsetzungen zur Politischen Bildung und zum demokratischen Lernen im Primarbereich, die auch außerhalb der Fachdidaktik Sachunterricht vorliegen, gemeinsam zu diskutieren, zu vergleichen und zu analysieren, um insbesondere in Bezug auf die Fachdidaktik Sachunterricht aktuelle grundlegende Positionierungen aufzuzeigen.

Damit soll auch die längst überfällige Professionalisierung von Lehrenden in Bezug auf Politische Bildung und demokratisches Lernen im Primarbereich befördert werden. Ein grundlegender Schritt hierfür ist auch die so genannte Erklärung von Hofgeismar bzw. „Erklärung zur Politischen Bildung in den Schulen“, zu deren Mitautor*innen und Erstunterzeichnenden u.a. auch die Initiatorinnen und Leiterinnen der AG ebenso wie einige der AG-Mitglieder gehören. In der Erklärung wird die Stärkung von Politischer Bildung und demokratischer Partizipation von Beginn in allen Schulformen und -stufen gefordert. Zudem wird für die Primarstufe auf curricularer Ebene die bewusste Verortung von Politischer Bildung und von demokratischem Lernen in das Schulfach Sachunterricht betont. Für die universitäre Ausbildung als auch für die Fort- und Weiterbildung wird zudem gefordert, dass eine grundlegende Überarbeitung bzw. Erweiterung stattfinden sollte. 

Die AG formuliert ein Grundsatzpapier zur Politischen Bildung und zum demokratischen Lernen im Primarbereich aus der Perspektive der Fachdidaktik Sachunterricht. Dieses Papier soll als eine Grundlage dienen und Anregungen für weitere theoretische und pragmatische Fragen und Diskussionen zur Politischen Bildung und zum demokratischen Lernen im Sachunterricht bieten. 

Andrea Becher & Eva Gläser

Leitung: Dorothee Benkowitz, PH Weingarten


Zukünftige Schwerpunkte für die inhaltliche Arbeit der „AG Schulgartenunterricht“

Vorgeschichte, institutioneller Rahmen, Netzwerke und wissenschaftliche Tagungen
Unsere traditionsreiche AG hatte bereits für die Gründungsversammlung der GDSU 1992 an der Freien Universität Berlin eine Resolution zur Schulgartenarbeit in Deutschland erarbeitet und in die Mitgliederversammlung unter der Überschrift „Schulgärten“ eingebracht. Dieses Statement genießt unseres Erachtens nach wie vor Aktualität.

Seit 1992 fanden bisher eigene 5 Forschungstagungen der AG bzw. weitere Veranstaltungen mit der BundesArbeitsGemeinschaft Schulgarten (BAGS) in der DGG statt. Im Sinne sich unterstützender Netzwerke – und zumal eine Reihe von Mitgliedern der GDSU aktiv in der BAGS handelt – soll diese Zusammenarbeit fortgesetzt, intensiviert und gute Tradition werden. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich vom 17. bis zum 19. Juni 2010 im Rahmen der Jahrestagung der BAGS an der PH Karlsruhe, die von Herrn Kollegen Lehnert und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgerichtet und durch Mitglieder der AG unterstützt und mitgestaltet wird.

Curriculumentwicklung
Die „AG Schulgartenarbeit“ beabsichtigt, sich stärker in curriculare Entwicklungen der Bundesländer Deutschlands einbringen. Nicht nur in Thüringen, wo es noch das Fach als Unterrichtsfach in der Schule gibt, existiert entsprechender Bedarf. Wichtig ist aus unserer Perspektive auch die wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der entstehenden früh- und elementarpädagogischen Studiengänge zum naturwissenschaftlich-technischen und mathematischen Lernen, insbesondere aus der uns beschäftigenden „Gartenperspektive“. Die Wege zu einer entsprechenden Umweltbildung und Naturerziehung in Sinne nachhaltiger Entwicklung beginnen schließlich schon vor der Einschulung, in der Familie und im Kindergarten.

Forschung
Mit einigen Kolleginnen und Kollegen der GDSU und der Sektion Fachdidaktik des VdBiol hat es Vorgespräche zur Erstellung eines Gruppenforschungsantrages bei der DFG unter dem Arbeitstitel „Aspekte von situiertem und systematischem Lernens bei der Schulgartenarbeit“ gegeben. Gegenwärtig formiert sich die Gruppe der antragstellenden Kolleginnen und Kollegen.

Ausgehend von inhaltlichen Schwerpunkten, Kompetenzen und Ressourcen des beteiligten Kolleginnen und Kollegen der GDSU, der Sektion Fachdidaktik des VdBiol sowie derjenigen aus dem Bereich Frühe Bildung bzw. Elementarpädagogik sind folgende Forschungsschwerpunkte zur Schulgartenarbeit diskutiert worden:

  • Empirisch ausgerichtete Lehr-Lernforschung zum Kompetenzerwerb
  • Professionalisierungsforschung
  • Forschung zu generationsübergreifenden Fragestellungen
  • Forschung zur Konzepten, Inhalten und Methoden im Rahmen einer inklusiven Didaktik
  • Grundlagenforschung zur historisch-konzeptionellen Entwicklung der Gartenkultur und der Schulgartenarbeit und -bewegung in Deutschland
  • Forschung zur konzeptionellen, didaktischen und methodischen Anschlussfähigkeit der Schulgartenarbeit an den Diskurs zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Erarbeitung, Erprobung und Evaluation von Konzepten, Ansätzen und Methoden zur Freilandbiologie und ökologischen Bildung im Rahmen der Schulgartenarbeit
  • Begleitforschung zur konzeptionellen, didaktischen und methodischen Arbeit an Außerschulischen Lernorten am Beispiel Schulgarten.

Dies sind die bisher diskutierten Aspekte eines integrativen und interdisziplinären Forschungsprogramms zur Schulgartenarbeit. Eine Akzentuierung wird im Rahmen eines ersten Arbeitstreffens der letztendlich beteiligen Kolleginnen und Kollegen mit dem Ziel der Vorbereitung eines entsprechenden Gruppenantrages im Laufe des Jahres 2010 erfolgen.

Prof. Dr. Michael Gebauer         
Prof. Dr. Hans-Joachim Lehnert

Leitung: Christina Krumbacher, Universität Osnabrück | Stellvertretung: Martin Binder, PH Weingarten


Die AG Technische Bildung wurde auf der Jahrestagung der GDSU 2017 in Weingarten gegründet.

Sie verfolgt in ihrer Arbeit folgende Ziele:

  • GDSU Mitgliedern, die zur technischen Bildung arbeiten, ein Forum für gegenseitigen Austausch zu bieten,
  • der GDSU im aktuellen Diskurs zu Technischer Bildung eine Stimme zu verleihen bzw. Beiträge der GDSU zu diesem Diskurs vorzubereiten, sowie ihn innerhalb der GDSU zu kommunizieren und nachvollziehbar zu machen,
  • die strukturellen Bedingungen und die Ressourcen für Lehrer*innenbildung zur technischen Bildung im Sachunterricht an den verschiedenen Hochschulstandorten zu erfassen und zu ihrer Verbesserung beitragen,
  • Die Kommunikation und Forschung im Bereich der frühen Technischen Bildung zu fördern.

Bisherige Arbeitsfelder

Tagungen unter Beteiligung der AG

  • Netzwerkkonferenz Forschung zur Technischen Bildung im Elementar- und Primarbereich, Essen 1./2. Februar 2018 Programm Essen (PDF)
  • Leipziger Werktage und Techniktagung, Leipzig 14./15. Februar 2019 Programm Leipzig (PDF)
  • 3. Grundschultechniktagung Werken – Technik – Informatik, Bremen, 13./14. Februar 2019 Programm Bremen (PDF)

Arbeitstreffen

  1. Arbeitstreffen im September 2017, Bergische Universität Wuppertal Protokoll (PDF)
  2. Arbeitstreffen im Anschluss an die Tagung „Forschung zur technischen Bildung im Elementar- und Primarbereich“ im Februar 2018, Universität Duisburg-Essen Protokoll (PDF)
  3. Arbeitstreffen auf der Jahrestagung der GDSU im März 2018, TU Dresden Protokoll (PDF)
  4. Arbeitstreffen im November 2018, Universität Kassel Protokoll (PDF)
  5. Arbeitstreffen auf der Jahrestagung der GDSU im März 2019, Leuphana Universität Lüneburg Protokoll (PDF)
  6. Arbeitstreffen im Mai 2019, Universität Osnabrück Protokoll (PDF)
  7. Arbeitstreffen im September 2019, PH Reutlingen
  8. Arbeitstreffen im März 2020 auf der Jahrestagung der GDSU im März 2020, Universität Augsburg Protokoll (PDF)

Publikationen zur Technischen Bildung im Primarbereich

Wir möchten an dieser Stelle auf Neuerscheinungen (2021) zur Technischen Bildung im Primarbereich hinweisen:

Braches-Chyrek, Rita; Röhner, Charlotte; Moran-Ellis, Jo; Sünker, Heinz (Hrsg.) (2021): Handbuch Kindheit, Technik und das Digitale. Budrich academic. …zum Buch auf der Verlagswebsite

Landwehr, Brunhild; Mammes, Ingelore; Murmann, Lydia (Hrsg.) (2021): Technische Bildung im Sachunterricht der Grundschule. Elementar bildungsbedeutsam und dennoch vernachlässigt? Forschungen zur Didaktik des Sachunterrichts. Klinkhardt. …zum Buch auf der Verlagswebsite

Menger, Julia (Hrsg.) 2021. Praxisbuch technikorientierter Sachunterricht. Erfinden und Entdecken als kindorientierte Zugänge zur Technik. Basiswissen Grundschule Band 47. Schneider Verlag Hohengehren …zum Buch auf der Verlagswebsite

Möller, Kornelia; Tenberge, Claudia; Bohrmann, Mareike (Hrgs.) (2021). Die technische Perspektive konkret. Begleitband 5 zum Perspektivrahmen Sachunterricht. Klinkhardt. …zum Buch auf der Verlagswebsite

Müller, Marc und Schumann, Svantje (Hrsg.) (2021): Technische Bildung. Stimmen aus Forschung, Lehre und Praxis. Waxmann. …zum Buch auf der Verlagswebsite

Leitung: Inga Gryl, Universität Duisburg-Essen | Nina Dunker, Universität Rostock


Das Ziel der in 2020 gegründeten AG Theorie Didaktik des Sachunterrichts ist es, die verschiedenen theoretischen Bezüge, durch die die Didaktik des Sachunterrichts beeinflusst wird, zu diskutieren, zu strukturieren, und die verschiedenen Positionen kenntlich zu machen, um daraus zusammenführende Ideen zu entwickeln und diese zu teilen.

Rahmung 

Die Didaktik des Sachunterrichts ist gekennzeichnet durch einen sehr hohen Grad an Komplexität, der insbesondere durch die Vielfalt fachlicher sowie fachdidaktischer Bezüge und Bezugs-Fachwissenschaften bedingt ist. Diese Komplexität macht es ausgesprochen schwierig, die genuin sachunterrichtlichen Merkmale der eigenen Didaktik zu identifizieren. Hinzu kommt, dass Sachunterricht als Schulfach, genauso wie die wissenschaftliche Disziplin seiner Didaktik, verschiedene fachliche, fachdidaktische und fachpraktische Bezüge integriert, was ebenfalls das Bild der „eigenen“ Didaktik oftmals verschwimmen lässt. 

Wir erachten eine stets aktuelle Diskussion über die Didaktik des Sachunterrichts, ihren Kern, ihre Charakteristika und ihre Hintergründe für äußerst wichtig für unsere Fachgesellschaft für eine Kommunikation und Identifikation nach innen und außen und für die Forschung innerhalb unserer wissenschaftlichen Community sowie interdisziplinär mit anderen Fachdidaktiken und Fächern.

Die größte Herausforderung ist es, dass der Sachunterricht als wissenschaftliche Disziplin ohne eine eigene Fachwissenschaft auskommen muss; dies hat insbesondere Auswirkungen auf die Fachdidaktik des Sachunterrichts, die sich ohne ein kohärentes Fach formieren und gleichzeitig von den Bezugs-Fachwissenschaften abgrenzen muss. Die Didaktik des Sachunterrichts ist zudem universitär verschiedenfach verortet, was inneruniversitäre Schwierigkeiten ergeben kann, muss sie sich doch mit Fachdisziplinen „messen“, die diesen Komplexitätsgrad nicht ausweisen. Eine Promotion in der Didaktik des Sachunterrichts zeigt diesen Diskurs häufig exemplarisch auf – besonders bei Verortungen/Anbindung innerhalb von Bezugs-Fachwissenschaften.

Arbeitsplan 

Wir planen, aus dieser Arbeit der AG eine Übersicht über die verschiedenen Ansätze (historisch und aktuell, fachlich, pädagogisch, didaktisch) entstehen zu lassen. Wir konnten für uns folgende Arbeitsfelder, neben den bereits genannten, identifizieren, die innerhalb der AG diskutiert und weiterentwickelt werden. 

  • Das Verständnis und Verhältnis von Fachdidaktik und Fachwissenschaft muss theoretisch geklärt werden, dabei kann ein Vergleich von anderen Fachdidaktiken und ihrem Verhältnis zur eigenen Fachwissenschaft helfen, trotz der besonderen Situation der Didaktik des Sachunterrichts. In diesem Zusammenhang müssen die verschiedenen perspektiven-vernetzenden Bereiche theoretisch verankert und gegebenenfalls neu eingeordnet werden (zum Beispiel aufbauend auf dem Modell für den Bereich Medien, AG Medien & Digitalisierung/Borowski, vgl. Peschel 2016). 
  • Die fachdidaktischen Grundfesten im Sachunterricht haben eine historische Basis und darauf basierend eine Entwicklung vollzogen; diese Zusammenhänge sind ein Ausgangspunkt der Untersuchungen und Diskurse der Arbeitsgruppe. Die historischen Konzeptionen können in diesem Kontext auf ihren Theoriegehalt geprüft werden, um darauf aufzubauen. 
  • Ebenso werden aktuelle theoretische Bezüge etwa der Sozialforschung und der Mensch-Umwelt-Forschung im Hinblick auf ihren Mehrwert für die Didaktik des Sachunterrichts untersucht (z.B. Poststrukturalismus, neuer Realismus, Material Turn, Resonanztheorie, „moderne“ Phänomenologie). 
  • Selbstverständlich muss die eigene Didaktik des Faches und seiner wissenschaftlichen Disziplin auch im Hinblick auf Anschlussfähigkeit an interdisziplinäre Debatten geprüft werden.

Intention ist es, nach umfassender Arbeit einen Überblick und eine Strukturierung der bestehenden theoretischen Fundierungen und Ausrichtungen ausweisen zu können. In einem weiteren Schritt wird die AG sich damit befassen, aus dieser Systematisierung und unter Berücksichtigung der bereits erarbeiteten Theorierichtungen erste Ideen für weitere, lohnende theoretische Entwicklungen in der Didaktik des Sachunterrichts zu generieren. Sämtliche hier skizzierte Vorhaben werden regelmäßig durch die Mitglieder AG gleichberechtigt entsprechend dem aktuellen Verlauf der Diskussionen und Arbeiten priorisiert, konkretisiert und angepasst.

Organisation

Die AG ermöglicht eine flexible Zusammenarbeit fluider Interessengruppen, und fördert zugleich den Austausch zwischen diesen. Innerhalb der AG können kleine Interessengruppen an verschiedenen Unterthemen mit individuellen Zeitplänen und unterschiedlichen Arten der Präsenz und des Austauschs (digitale oder Präsenz-Treffen je nach Bedarf und Möglichkeit) arbeiten. Die AG trifft sich in der Regel zur Jahrestagung der GDSU sowie zu einem Jahrestreffen in ihrer Gesamtheit; der Austausch in der Zwischenzeit erfolgt digital über Videokonferenzen, Rundmails und kollaborative Dokumente im Web. 

Kommissionen

(aktiv von 2013 bis 2019)

Leitung: Eva Gläser, Universität Osnabrück | Claudia Schomaker, Leibniz Universität Hannover


Die Kommission Lehrerbildung Sachunterricht wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung der Jahrestagung der GDSU 2013 in Solothurn gegründet. Die Notwendigkeit wurde vor allem durch die vermehrte bundesweite Implementierung eines Praxissemesters im Masterstudiengang Sachunterricht, die Auseinandersetzungen über die gegenseitige Anerkennung von Masterabschlüssen und der daraus auch resultierenden Frage nach einem übergreifenden sachunterrichtsdidaktischen Professionsverständnis, begründet. Ziel der Kommission war es, ein grundlegendes Fachverständnis mit dem Ziel der Formulierung von Mindeststandards für die Lehrerbildung Sachunterricht zu erarbeiten.  

Im Rahmen von regelmäßigen Arbeitstreffen der Kommission wurde der »Qualitätsrahmen Lehrerbildung Sachunterricht und seine Didaktik im Kontext der universitären Ausbildungsphase« entwickelt und formuliert. Unter Einbindung inhaltlicher Rückmeldungen von GDSU-Mitgliedern wurde er anschließend überarbeitet und im Jahr 2019 fertig gestellt. Die Druckfassung der Publikation wurde anschließend von der Kommission gemeinsam mit dem Klinkhardt Verlag erstellt. Im Kontext der Jahrestagung der GDSU 2019 erhielt jedes Mitglied ein gedrucktes Exemplar.


Qualitätsrahmen Lehrerbildung Sachunterricht und seine Didaktik im Kontext der universitären Ausbildungsphase (GDSU)
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GDSU (2019). Qualitätsrahmen Lehrerbildung Sachunterricht und seine Didaktik. GDSU e.V.

(aktiv bis 2021)

Leitung: Sarah Rau-Patschke, Universität Duisburg-Essen | Sandra Tänzer, Universität Erfurt


Kommission Phasenübergreifende Lehrer*innenbildung – Konzeptpapier (Juli 2021, GDSU e.V.)
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Die Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, die im Konzeptpapier der Kommission „Phasenübergreifende Lehrerbildung“ skizzierten Ansätze und Maßnahmen (Anmerkung an Dich, lieber Markus: Hier könnte ggf. nochmal der Link zum Papier ergänzt werden) systematisch und langfristig in die Arbeit der Gesellschaft der Didaktik des Sachunterrichts zu implementieren. Denn nach Auflösung der (in ihrer Tätigkeit zeitlich begrenzten) Kommission bedarf es nun einer Instanz, die langfristig die Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Phasen der Lehrer*innenbildung stärkt und einen kontinuierlichen Wissensaustausch unterstützt. Im Konzeptpapier sind als Schwerpunktfelder der Arbeitsgruppe u.a. umrissen,

  • dass sie die örtliche Tagungsleitung bei der Planung und Durchführung der Jahrestagung unterstützt, beispielsweise eine Art Checkliste erarbeitet, wie die Kooperation und Zusammenarbeit der lehrer*innenbildenden Akteur*innen gefördert werden kann, die Organisation praxisnaher Poster-/Vortragsslots übernimmt; die Bewerbung des Praxispreises unterstützt, das Open-Space-Format organisiert und durchführt/leitet/nachbereitet,
  • die als Good-Practice-Beispiele entstehenden gelungenen Formate phasenvernetzender Zusammenarbeit sammelt und auf der Homepage veröffentlicht,
  • den Vorstand wie auch weitere GDSU-Gremien (Arbeitsgruppen, Kommissionen) in Fragen phasenvernetzender Zusammenarbeit (ggf. auch durch ein kooptiertes Mitglied) berät,
  • in einer Art Monitoring-Funktion die im Konzept skizzierten Maßnahmen einer kritischen Durchsicht unterzieht, sie weiterentwickelt und zielbezogen ergänzt.

 Weitere Zielsetzungen und Vorhaben sollen dann mit den AG-Mitgliedern in gemeinsamer Verantwortung festgelegt werden.